Das Konzept: 7 RRX-Linien, 15-Minuten-Takt im Kernkorridor

Für den RRX wurde ein Konzept mit sieben Linien entwickelt, die jeweils im Stundentakt verkehren und eine Höchstgeschwindigkeit von 160 Kilometer pro Stunde erreichen. Auf der Kernstrecke sind durchgängig vier RRX-Linien unterwegs. Sie ermöglichen einen 15-Minuten-Takt auf der Strecke Dortmund – Köln. Von den Endpunkten der einzelnen Linien außerhalb des Kernnetzes sind umsteigefreie Verbindungen von fast allen Landesteilen zur Rhein-Ruhr-Achse möglich. Abgerundet wird das Angebot durch diese im Stundentakt eingebundenen Linien:

  • Düsseldorf–Duisburg–Oberhausen–Emmerich (RRX 5),
  • Düsseldorf–Duisburg–Gelsenkirchen–Dortmund (RRX 3, heute RE 3) und
  • Düsseldorf – Duisburg- Essen – Münster – Osnabrück (RRX 7, heute RE 2)

Diese heutigen Fernverkehrshaltepunkte werden zusätzlich RRX-Haltepunkte sein:

  • Köln/Bonn Flughafen
  • Köln Hbf
  • Köln Messe/Deutz
  • Düsseldorf Hbf
  • Düsseldorf Flughafen
  • Duisburg Hbf
  • Essen Hbf
  • Bochum Hbf
  • Dortmund Hbf

Darüber hinaus wird der RRX im Kernbereich in Leverkusen Mitte, Mülheim (Ruhr) und Düsseldorf-Benrath halten. Die Haltestationen außerhalb der Kernstrecke (Außenäste) des Rhein-Ruhr-Express lehnen sich an die Haltepunkte der heutigen Regional-Express-Linien an. Lediglich zwischen Oberhausen und Emmerich sowie zwischen Dortmund und Hamm sind für einzelne Stationen Änderungen vorgesehen.
Eine Besonderheit gilt für Wattenscheid: Als Kompensation für den Wegfall der heutigen Halte der Linien RE 16/RB 40 wird der RRX hier zwei Mal in der Stunde halten.

Dieses Linienkonzept bildet die Grundlage für den Ausbau der Infrastruktur und für die Finanzierung der Maßnahme. Es wurde im Rahmen einer Bundesstudie 2006 festgelegt und im Bundesverkehrswegeplan 2030 (BVWP) aktualisiert.

Vorlaufbetrieb mit neuen Fahrzeugen hat bereits begonnen

Der eigentliche Betrieb des RRX wird durch die nordrheinwestfälischen Zweckverbände Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), Nahverkehr Rheinland (NVR) und Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) in Zusammenarbeit mit dem Nordhessischen Verkehrsverbund und dem SPNV-Nord aus Rheinland-Pfalz organisiert. Mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen wird das sogenannte „NRW-RRX-Modell“ umgesetzt. Hierbei wurden die von der SIEMENS AG entwickelten, produzierten und später auch Instand gehaltenen Fahrzeuge von den jeweiligen Zweckverbänden erworben. Diese stellen die Fahrzeuge dann als Eigentümer für den Betrieb bereit. Der Betrieb der Linien – für eine Dauer von 15 Jahren – wurde separat ausgeschrieben. Betreiber der neuen RRX-Linien sind zukünftig die Abellio Rail NRW GmbH sowie die National Express Rail GmbH. Mit Auslieferung der ersten Fahrzeuge zum Fahrplanwechsel 2018 hat der RRX-Vorlaufbetrieb begonnen. Da die RRX-Fahrzeuge erst nach und nach zur Verfügung stehen werden, nehmen Abellio und National Express den Betrieb der einzelnen Linien bis Ende 2020 gestaffelt auf.
Das vollständige Linienkonzept mit dem 15-Minuten Takt kann jedoch erst mit der Fertigstellung der Infrastruktur in einigen Jahren verwirklicht werden.
Mehr Infos zum Betriebskonzept sowie zu den neuen Fahrzeugen unter www.rrx.de