Das Bedien- und Betriebskonzept

Für den RRX wurde ein Bedienungskonzept mit sieben Linien entwickelt, die jeweils im Stundentakt verkehren und eine Höchstgeschwindigkeit von 160 Kilometer pro Stunde erreichen. Auf der Kernstrecke zwischen Dortmund und Köln sind vier durchgehende RRX-Verbindungen zu einem 15-Minuten-Takt gebündelt. Von den Endpunkten der einzelnen Linien außerhalb des Kernnetzes sind umsteigefreie Verbindungen von fast allen Landesteilen zur Rhein-Ruhr-Achse möglich. Komplettiert wird das RRX-Konzept durch die im Stundentakt eingebundenen Strecken Düsseldorf–Duisburg–Oberhausen–Emmerich (heute RE 5) und Düsseldorf–Duisburg–Gelsenkirchen–Dortmund (heute RE 3).

Die heutigen Fernverkehrshalte Köln/Bonn Flughafen, Köln Hbf, Köln Messe/Deutz, Düsseldorf Hbf, Düsseldorf Flughafen, Duisburg Hbf, Essen Hbf, Bochum Hbf und Dortmund Hbf sind als RRX-Halte vorgesehen. Darüber hinaus wird der RRX im Kernbereich auch in Leverkusen Mitte, Mülheim (Ruhr) und Benrath halten. Die Halte außerhalb der Kernstrecke (Außenäste) des Rhein-Ruhr-Express lehnen sich an die Stationshalte der heutigen Regional-Express-Linien an. Lediglich zwischen Oberhausen und Emmerich sowie zwischen Dortmund und Hamm sind für einzelne Stationen Änderungen vorgesehen. Eine Besonderheit stellt Wattenscheid dar: Als Kompensation für den Wegfall der heutigen Halte der Linien RE 16/RB 40 wird der RRX hier zwei Mal in der Stunde halten. Dieses Bedienkonzept, das im Rahmen einer Bundesstudie 2006 festgelegt und im Rahmen des neuen Bundesverkehreswegeplans (BVWP) aktualisiert wurde, ist die Grundlage für den Ausbau der Infrastruktur und für die Finanzierung der Maßnahme.

Der eigentliche Betrieb des RRX wird durch die nordrheinwestfälischen Zweckverbände Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), Nahverkehr Rheinland (NVR) und Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) in Zusammenarbeit mit dem Nordhessischen Verkehrsverbund und dem SPNV-Nord aus Rheinland-Pfalz organisiert. Mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen wird das sogenannte „NRW-RRX-Modell“ umgesetzt. Hierbei wurden die von der SIEMENS AG entwickelten, produzierten und später auch Instand gehaltenen Fahrzeuge von den jeweiligen Zweckverbänden erworben. Diese stellen die Fahrzeuge dann als Eigentümer für den Betrieb bereit. Der Betrieb der Linien – für eine Dauer von 15 Jahren – wurde separat ausgeschrieben. Betreiber der neuen RRX-Linien sind zukünftig die Abellio Rail NRW GmbH sowie die National Express Rail GmbH. Mit Auslieferung der ersten Fahrzeuge zum Fahrplanwechsel 2018 beginnt der RRX Vorlaufbetrieb mit den neuen Betreibern. Da die RRX-Fahrzeuge erst nach und nach zur Verfügung stehen werden, sollen Abellio und National Express den Betrieb der einzelnen Linien ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2018 bis Ende 2020 gestaffelt aufnehmen.

Das vollständige Bedienkonzept mit dem 15-Minuten Takt ist jedoch erst mit der Fertigstellung der Infrastruktur möglich.

Auskunft zum Betriebskonzept sowie zu den neuen Fahrzeugen erhalten Sie unter www.rrx.de sowie auf den Seiten des VRR.