Leverkusen

PFA 1.2 Leverkusen

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Im gesamten Bereich zwischen Köln-Mülheim und Düsseldorf-Benrath soll die Strecke für den RRX auf vier Gleise ausgebaut werden. Während die Strecke für den Fernverkehr heute bereits zweigleisig ausgelegt ist, verläuft die S-Bahn auf dem Stadtgebiet Leverkusen und Langenfeld teilweise nur eingleisig und kann keine weiteren Verkehre mehr aufnehmen. Der Ausbau von zwei der heutigen vier eingleisigen Engpässe (Leverkusen, Langenfeld, Höseler Tunnel (Ratingen), Stadtwald-Tunnel (Essen)) der Linie S 6 von Köln nach Essen wird auch zur Verbesserung der Pünktlichkeit dieser Linie beitragen.

Geplante Maßnahmen

Im Streckenbereich zwischen Chempark und Leverkusen-Küppersteg werden die S-Bahn-Gleise auf einer Länge von rund drei Kilometern durchgängig zweigleisig ausgebaut. In Leverkusen Mitte wird im Zuge dieses Ausbaus das bisherige Empfangsgebäude abgebrochen und ein neuer S-Bahn-Bahnsteig errichtet.

Der bisherige S-Bahn-Außenbahnsteig wird zum Mittelbahnsteig umgebaut. Die neue Station wird mit drei neuen Aufzügen ausgestattet. Parallel laufen mit der Stadt Leverkusen Abstimmungen zu einer optimalen Gestaltung der Umgebung des Bahnhofs. Bis zum Beginn der Arbeiten für den RRX errichtet die Stadt Leverkusen einen neuen Busbahnhof, da die heutigen Flächen teilweise für den Ausbau benötigt werden.

Ein zusätzlicher Bauabschnitt beginnt nördlich des S-Bahn-Haltepunkts Leverkusen-Rheindorf und geht über in den PFA 1.3. Auch in diesem Bereich wird die S-Bahn auf durchgängig zwei Gleise ausgebaut. Insgesamt müssen im Stadtgebiet Leverkusen unter anderem zehn Brückenbauwerke erweitert werden.

Das Planfeststellungsverfahren im PFA 1.2 läuft derzeit noch. In Leverkusen wurden zwischenzeitlich einige Änderungen, die unter anderem aus Forderungen der Betroffenen resultieren, offiziell in das Verfahren eingebracht.

Im Dezember 2014 wurde die Finanzierungsvereinbarung für den gesamten Ausbaubereich zwischen Köln-Mülheim und Düsseldorf-Benrath durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie die Deutsche Bahn AG gezeichnet. Diese ermöglicht nach Erlangung des Baurechts einen zeitnahen Beginn der europaweiten Ausschreibung von Baumaßnahmen und der Festlegung der für die Realisierung erforderlichen Sperrpausen auf der Strecke.

Karte mit den Baumaßnahmen im PFA 1.2
Die Baumaßnahmen im Planfeststellungsabschnitt 1.2 im Überblick (für vergrößerte Darstellung auf Karte klicken)
Schallschutzmaßnahmen

Im Planfeststellungsabschnitt 1.2 ist ebenfalls eine Kombination aus aktiven und passiven Schallschutzmaßnahmen vorgesehen. Es werden insgesamt 3.600 Meter Schallschutzwände mit einer Höhe von zwei bis sechs Metern gebaut. Außerdem kommt das sogenannte Besonders überwachte Gleis auf einer Strecke von knapp drei Kilometern zum Einsatz.

Im PFA 1.2 haben 60 Gebäude dem Grunde nach Anspruch auf passiven Schallschutz. Auch hier wird der tatsächliche Anspruch durch eine Wohnungsbegehung durch den Schallgutachter ermittelt und die geeigneten passiven Maßnahmen festgelegt.

In Teilbereichen der Baulücke sind bereits heute zwei Schallschutzwände – jeweils eine rechts und links der Trasse -  vorhanden. In der Baulücke  wird eine Wohneinheit hinsichtlich des Einsatzes passiver Maßnahmen überprüft. Teilbereiche der Baulücke sind ebenfalls im freiwilligen Lärmsanierungsprogramm des Bundes enthalten.