Essen

PFA 5a Essen

PFA 5a: Essen

Um zukünftig Kapazitätsengpässe zu vermeiden sowie den geplanten RRX-Taktverkehr zu gewährleisten, ist es auf Essener und Bochumer Stadtgebiet erforderlich, die heutigen Linien RE16 und RB40 zwischen Essen Hauptbahnhof und Bochum-Langendreer auf die S-Bahnstrecke zu verlagern. Durch diese Verlagerung sowie durch kleinere Anpassungen der Infrastruktur kann der RRX gemeinsam mit den Fernverkehrszügen auf den bestehenden Fernbahngleisen verkehren, ohne dass zwei zusätzliche durchgehende Gleise gebaut werden müssen. Hierdurch wird der Eingriff in die angrenzenden Flächen deutlich minimiert. Die Verlagerung führt zu einer Veränderung der Halte der genannten Linien. Auf Essener Stadtgebiet halten die Züge der RB 40 künftig zusätzlich in Essen-Steele. Der Halt in Essen-Kray Süd (RB 40) wird nicht mehr bedient.

 

Geplante Maßnahmen

Der Planfeststellungsabschnitt 5a verläuft zwischen der Stadtgrenze zu Mülheim (Ruhr) und der Stadtgrenze zu Bochum durch das Stadtgebiet Essen. Um mehr Kapazität auf den Ferngleisen zu schaffen, wird auf den heutigen Fernbahngleisen in diesem Abschnitt eine sogenannte Blockverdichtung durchgeführt. Das bedeutet, dass der Abstand zwischen den Signalen, in der Fachsprache „Block“ genannt, durch zusätzliche Signale verkürzt wird. Diese Maßnahme führt dazu, dass mehr Züge auf diesem Streckenabschnitt fahren können.

Grafik: Neues Kreuzungsbauwerk in Essen-Steele Ost
Neues Kreuzungsbauwerk in Essen-Steele Ost

Im Bereich zwischen Essen Hauptbahnhof und Essen-Steele ist der Neubau einer eingleisigen Verbindung nötig. Diese ermöglicht es den Zügen, die im Hauptbahnhof Essen auf Gleis 9 beginnen oder enden, direkt auf die Gleise der S-Bahn zu wechseln. Diese neue Verbindung wird in Essen-Steele an den Bahnhof angebunden und erfordert die Veränderung einiger Weichen und Signale im Bahnhof Essen-Steele. Zudem werden in Essen-Steele die Bahnsteige geringfügig in Richtung Essen verschoben. Im Bereich des Haltepunktes Essen-Steele Ost ist als zweite größere Maßnahme ein Kreuzungsbauwerk geplant. Dadurch können sich die Züge der Linien S1 und S3 kreuzen, ohne sich gegenseitig zu behindern.

Karte mit den Baumaßnahmen im PFA 5a
Die Baumaßnahmen im Planfeststellungsabschnitt 5a im Überblick (für vergrößerte Darstellung auf Karte klicken)
Schallschutzmaßnahmen

Im Planfeststellungsabschnitt 5a können entlang des Ausbaubereichs die Immissionsgrenzwerte an einigen Gebäuden nicht eingehalten werden. Da dies jedoch nur eine geringe Anzahl betrifft, werden keine aktiven, sondern passive Schallschutzmaßnahmen an den entsprechenden Gebäuden umgesetzt. Aktive Maßnahmen sind aufgrund der Verhältnismäßigkeit hier zu aufwändig und wirtschaftlich nicht vertretbar. In den Bereichen des PFA 5a, in denen keine Baumaßnahmen stattfinden (sogenannte Baulücke), besteht kein gesetzlicher Anspruch auf Lärmvorsorge. Dennoch wurde dieser Bereich schalltechnisch untersucht und Maßnahmen vorgesehen.

Eine ist das sogenannte Besonders überwachte Gleis (BüG), bei dem ein Schallmesszug regelmäßig den Zustand der Schienenoberfläche auf ihren akustisch relevanten Zustand überprüft. Überschreiten die gemessenen Werte die Vorgaben, wird die Oberfläche der Schienenköpfe geschliffen. So wird eine dauerhafte Lärmreduktion von 3 dB(A) erzielt. Außerdem wird an den Gebäuden, bei denen die Schwellenwerte überschritten werden, die Umsetzung passiver Maßnahmen geprüft.

Darüber hinaus sind im Essener Stadtgebiet im Rahmen des Programms „Maßnahmen zur Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen der Eisenbahnen des Bundes“ mehrere Schallschutzwände geplant und teilweise bereits im Bau sowie die Umsetzung passiver Maßnahmen in Planung.