Essen

PFA 5a Essen

PFA 5a: Essen

er Planfeststellungsabschnitt 5a (Essen) verläuft zwischen der Stadtgrenze zu Mülheim (Ruhr) und der Stadtgrenze zu Bochum quer durch das Stadtgebiet Essen. Um auf den Fernbahngleisen Platz für den RRX Takt zu schaffen werden die heutigen Regionalbahnlinien RE 16 und RB 40 auf die S-Bahn Gleise verlagert. Im Bereich zwischen Essen Hauptbahnhof und Essen-Steele ist dazu der Neubau einer eingleisigen Verbindung nötig. Diese Verbindung ermöglicht es Zügen, die im Hauptbahnhof Essen auf Gleis 9 beginnen oder enden, direkt auf die Gleise der S-Bahn zu wechseln. In Essen-Steele wird diese neue Strecke an den Bahnhof angebunden und erfordert die Veränderung einiger Weichen und Signale. Zudem werden in Essen-Steele die Bahnsteige geringfügig in Richtung Essen verschoben.

Weiter erfolgt eine sogenannte Blockverdichtung auf den Fernbahngleisen, um mehr Kapazität zu schaffen. Das bedeutet, dass der Abstand zwischen den Signalen, in der Fachsprache „Block“ genannt, durch den Einbau zusätzlicher Signale verkürzt wird. Diese Maßnahme führt dazu, dass mehr Züge auf diesem Streckenabschnitt fahren können.

Im Bereich des Haltepunktes Essen-Steele Ost ist als zweite größere Maßnahme ein neues Kreuzungsbauwerk geplant. Dadurch können sich die Züge der Linien S1 und S3 kreuzen, ohne sich gegenseitig zu behindern.

Durch diese punktuellen Baumaßnahmen werden größere Eingriffe in die Umwelt minimiert und beispielsweise ein Neubau einer separaten RRX Infrastruktur vermieden.

Karte mit den Baumaßnahmen im PFA 5a
Die Baumaßnahmen im Planfeststellungsabschnitt 5a im Überblick (für vergrößerte Darstellung auf Karte klicken)
Schallschutzmaßnahmen

Im Planfeststellungsabschnitt 5a können entlang des Ausbaubereichs die Schallschutzgrenzwerte an einigen Gebäuden nicht eingehalten werden, für die die Umsetzung passiver Schallschutzmaßnahmen geprüft wird. Aktive Maßnahmen sind aufgrund der Verhältnismäßigkeit hier zu aufwändig und wirtschaftlich nicht vertretbar.

In den Bereichen des PFA 5a, in denen keine Baumaßnahmen stattfinden (sogenannte Baulücke), besteht kein gesetzlicher Anspruch auf Lärmvorsorge. Dennoch wurde dieser Bereich schalltechnisch untersucht und schallschutzmindernde Maßnahmen vorgesehen.

Eine ist das sogenannte „Besonders überwachte Gleis“ (BüG), bei dem ein Schallmesszug regelmäßig den Zustand der Schienenoberfläche überprüft. Überschreiten die gemessenen Werte die Vorgaben, wird die Oberfläche der Schienenköpfe geschliffen. So wird eine dauerhafte Lärmminderung von 3 dB(A) erzielt. Zusätzlich wird an den Gebäuden, bei denen die Schwellenwerte überschritten werden, die Umsetzung passiver Maßnahmen geprüft.

Darüber hinaus sind im Essener Stadtgebiet im Rahmen des Programms „Maßnahmen zur Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen der Eisenbahnen des Bundes“ mehrere Schallschutzwände geplant und teilweise bereits im Bau. Passive Maßnahmen werden ebenfalls derzeit umgesetzt.