Bochum

PFA 5b Bochum

PFA 5b: Bochum

Der Planfeststellungsabschnitt 5b verläuft von der Stadtgrenze zu Essen bis zur Stadtgrenze zu Dortmund quer durch das Stadtgebiet Bochum. Zwischen Essen Hauptbahnhof und Bochum-Langendreer wird der RRX gemeinsam mit den Fernverkehrszügen auf den bestehenden Fernbahngleisen fahren. Dafür ist es erforderlich, die heutigen Linien RE16 und RB40 zwischen Essen Hauptbahnhof und Bochum-Langendreer auf die S-Bahnstrecke zu verlagern. Zwischen Essen und Bochum sind daher keine zusätzlichen Gleise, sondern nur kleinere Anpassungen an der Bahninfrastruktur erforderlich. Der Eingriff in die angrenzenden Flächen wird so minimiert.

Die Verlagerung von RE16 und RB40 führt zu einer Veränderung der Haltepunkte dieser Linien. Beide halten künftig zusätzlich in Wattenscheid-Höntrop. Der Haltepunkt Wattenscheid kann allerdings wegen der Verlagerung auf die S-Bahn-Gleise kann nicht mehr bedient werden. Dort hält stattdessen in Zukunft halbstündlich der RRX.

Damit die Kapazität auf den Ferngleisen ausreicht, um den RRX aufzunehmen, erfolgt zwischen Essen und Bochum eine sogenannte Blockverdichtung. Das bedeutet, dass der Abstand zwischen den Signalen, in der Fachsprache „Block“ genannt, durch zusätzliche Signale verkürzt wird. Diese Maßnahme führt dazu, dass mehr Züge auf diesem Streckenabschnitt fahren können.

Aktuell nutzen die Züge der RE-Linien und des Fernverkehrs in Bochum vor allem die Gleise 3 und 5. Um die zusätzlichen Züge des RRX in den Fahrplan zu integrieren, ist in Bochum jedoch die Nutzung der Gleise 3 bis 6 bei voller Ein- und Ausfahrgeschwindigkeit erforderlich. Hierfür sind Anpassungen an Weichen und an der Signaltechnik sowie die Verlängerung des Bahnsteigs 2 nötig.

Zur Rückführung der verlagerten SPNV Linien auf die Strecke nach Witten wird in Bochum-Langendreer eine Verbindungskurve zwischen der S-Bahn Strecke 2190 und der Strecke 2140 gebaut.

 

Die Baumaßnahmen im Planfeststellungsabschnitt 5b im Überblick (für vergrößerte Darstellung auf Karte klicken)
Hauptbahnhof Bochum

Im Bereich des Bochumer Hauptbahnhofs sind geringe Umbaumaßnahmen erforderlich, um die Ein- und Ausfahrgeschwindigkeiten in den Bahnhof erhöhen zu können. Aktuell nutzen die Züge der RE-Linien und des Fernverkehrs in Bochum vor allem die Gleise 3 und 5. Um die zusätzlichen Züge des RRX in den Fahrplan zu integrieren, ist in Bochum jedoch die Nutzung der Gleise 3 bis 6 bei voller Ein- und Ausfahrgeschwindigkeit erforderlich. Hierfür sind Anpassungen an Weichen und an der Signaltechnik sowie die Verlängerung des Bahnsteigs 2 nötig. Zur störungsfreien Abwicklung des Verkehrs in Bochum-Langendreer ist eine weitere bauliche Maßnahme in Form einer Verbindungskurve zwischen der S-Bahn auf der Strecke von Bochum nach Dortmund und der Strecke von Dortmund nach Hagen erforderlich.

Schallschutzmaßnahmen

Im Planfeststellungsabschnitt 5b werden im Bereich des Bochumer Hauptbahnhofs drei Schallschutzwände mit einer Gesamtlänge von fast 700 Metern neu errichtet. In Bochum-Langendreer muss ein Teil einer bestehenden Wand abgerissen und durch eine längere und bis zu 4 Metern hohe Schallschutzwand ersetzt werden.  Auf der gegenüberliegenden, bahnrechten Seite entsteht eine zusätzliche Schallschutzwand. Gebäude, die durch diese Maßnahme nicht ausreichend geschützt werden können, haben dem Grunde nach Anspruch auf passiven Schallschutz.

In den Bereichen des PFA 5b, in denen keine Baumaßnahmen stattfinden (sogenannte Baulücke), besteht kein gesetzlicher Anspruch auf Lärmvorsorge. Dennoch wurde dieser Bereich schalltechnisch untersucht und schallmindernde Maßnahmen vorgesehen. Eine ist das sogenannte „Besonders überwachte Gleis“ (BüG), bei dem ein Schallmesszug regelmäßig den Zustand der Schienenoberfläche überprüft. Überschreiten die gemessenen Werte die Vorgaben, wird die Oberfläche der Schienenköpfe geschliffen. So wird eine dauerhafte Lärmminderung von 3 dB(A) erzielt. Außerdem wird an den Gebäuden, bei denen die Schwellenwerte überschritten werden, die Umsetzung passiver Maßnahmen geprüft.

Darüber hinaus wurden entlang der im PFA 5b betrachteten Strecken im Rahmen des Programms „Maßnahmen zur Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen der Eisenbahnen des Bundes“ in den Jahren 2013 und 2014 insgesamt drei Schallschutzwände errichtet. Die Umsetzung zusätzlicher passiver Maßnahmen in Planung.