Köln

PFA 1.1 Köln

Köln

Im gesamten Bereich zwischen Köln-Mülheim und Düsseldorf-Benrath soll die Strecke für den RRX auf vier Gleise ausgebaut werden. Während die Strecke für den Fernverkehr heute bereits zweigleisig ausgelegt ist, verläuft die S-Bahn auf dem Stadtgebiet der Städte Langenfeld und Leverkusen teilweise nur eingleisig und kann keine weiteren Verkehre mehr aufnehmen. Künftig sollen die S-Bahn-Gleise auch von den Zügen des Güterverkehrs befahren werden, die heute noch auf den Gleisen der Fernbahn verkehren müssen. Die vom Güterverkehr entlasteten Fernbahngleise können hierdurch den RRX-Verkehr aufnehmen.

Durchgeführte Maßnahmen

Zwischen dem Güterbahnhof Köln-Mülheim und Köln-Stammheim liegen bereits zwei S-Bahn Gleise. 2017 wurde jedoch der Abstand der beiden S-Bahn-Gleise erhöht. Diese Anpassung war notwendig, um die S-Bahn Gleise auch mit Güterzügen zu befahren und die Fernbahn zu entlasten.

Für eine flexible Betriebsführung wurden darüber hinaus im April und Mai 2017 vier Weichen umgebaut.

Daten und Fakten zum Umbau in Köln:

  • Anpassung des Gleisabstands auf insgesamt 2,3 Kilometern zwischen den Bahnhöfen Köln-Mülheim und Köln-Stammheim
  • Umbau von vier Weichen
  • Anpassung der Signal- und Sicherungstechnik
  • Errichtung von drei Signalauslegern
  • Anpassung der Oberleitungsanlage
  • passiver Schallschutz entlang der Strecke
  • umfangreiche Arbeiten im Rahmen des Umwelt- und Landschaftsschutzes

Der Hauptteil dieser Maßnahmen wurde im Rahmen der Bauarbeiten im April und Mai 2017 abgeschlossen. Aktuell werden noch Restarbeiten, wie z.B. zur Anpassung von Oberleitungen, umgesetzt.

Karte mit den Baumaßnahmen im PFA 1.1
Die Baumaßnahmen im Planfeststellungsabschnitt 1.1 im Überblick (für vergrößerte Darstellung auf Karte klicken)
Schallschutzmaßnahmen

Im Planfeststellungsabschnitt 1.1 kommen aktive und passive Schallschutzmaßnahmen zum Einsatz. Als aktive Maßnahme wird auf einer Länge von 725 Metern das sogenannte Besonders überwachte Gleis (BüG) eingesetzt. Das BüG ist beim Neu- und Ausbau von Schienenstrecken eine Maßnahme, die durch regelmäßige Kontrolle und gegebenenfalls gezieltes Schleifen der Schienen eine anerkannte und dokumentierte Lärmminderung von 3 dB(A) erbringt. Für 40 Wohnungen entlang der Strecke, die durch die aktiven Maßnahmen nicht ausreichend geschützt werden können, besteht dem Grunde nach ein Anspruch auf passiven Schallschutz. Im ersten Halbjahr 2017 sind die für die Festlegung der jeweiligen erforderlichen passiven Schallschutzmaßnahmen (Schallschutzfenster, schalldämmende Lüfter etc.) vorgesehenen Wohnungsbesichtigungen durch den Schallgutachter erfolgt. Die bauliche Umsetzung der Maßnahmen ist in Abstimmung mit den Wohnungseigentümern im zweiten Halbjahr 2017 erfolgt und inzwischen abgeschlossen.

In den Bereichen, in den keine Baumaßnahmen geplant sind (sogenannte Baulücken) besteht kein Anspruch auf Lärmvorsorge gemäß 16. BImSchV. Für diesen Bereich wurde dennoch detailliert geprüft, ob die Grenzwerte der Lärmsanierung überschritten wurden und ob durch den Betrieb des RRX im endgültigen Betriebszustand zusätzliche Überschreitungen zu erwarten sind. Hier wurde an vier Wohneinheiten der Anspruch auf passive Schutzmaßnahmen geprüft. Die bauliche Umsetzung der passiven Schallschutzmaßnahmen wurde auch im Bereich der Baulücke 2018 abgeschlossen.