Langenfeld

PFA 1.3 Langenfeld

Langenfeld

Im gesamten Bereich zwischen Köln-Mülheim und Düsseldorf-Benrath soll die Strecke für den RRX auf vier Gleise ausgebaut werden. Während die Strecke für den Fernverkehr heute bereits zweigleisig ausgelegt ist, verläuft die S-Bahn auf dem Stadtgebiet Leverkusen und Langenfeld teilweise nur eingleisig und kann keine weiteren Verkehre mehr aufnehmen. Der Ausbau von zwei der heutigen vier eingleisigen Engpässe (Leverkusen, Langenfeld, Höseler Tunnel (Ratingen), Stadtwald-Tunnel (Essen)) der Linie S 6 von Köln nach Essen wird auch zur Verbesserung der Pünktlichkeit dieser Linie beitragen. Darüber hinaus profitieren die Fahrgäste der Linie S 6 auf ihrer Fahrt von Langenfeld nach Düsseldorf.

Geplante Maßnahmen

Zwischen Leverkusen-Rheindorf und Langenfeld-Berghausen werden die Gleise der S-Bahn auf einer Länge von
drei Kilometern durchgängig zweigleisig ausgebaut. Die Eisenbahnüberführungen (EÜ) Katzbergstraße und Autobahn
(A) 542 müssen für den Streckenausbau angepasst werden. Beide werden für ein zusätzliches Gleis verbreitert.
Bei der EÜ A 542 geschieht dies in enger Abstimmung mit dem Landesbetrieb Straßen.NRW. Ebenfalls Bestandteil der
Planungen ist der Bau eines neuen Elektronischen Stellwerks (ESTW), mit dessen Bau auch die Signaltechnik auf den
neuesten Stand gebracht wird.

Für den PFA 1.3 hat das Eisenbahn-Bundesamt im März 2019 den Planfeststellungsbeschluss erlassen und damit
die Baugenehmigung erteilt. Nach einer europaweiten Ausschreibung der Ausschreibungen und weiteren Planungsschritten (Ausführungsplanung) werden die ersten vorbereitenden Arbeiten im Gleisbereich 2020 beginnen. 

Karte mit den Baumaßnahmen im PFA 1.3
Die Baumaßnahmen im Planfeststellungsabschnitt 1.3 im Überblick (für vergrößerte Darstellung auf Karte klicken)
Schallschutzmaßnahmen

Im PFA 1.3 werden aktive und passive Schallschutzmaßnahmen umgesetzt. In diesem Abschnitt ist der Neubau von Schallschutzwänden auf einer Länge von 1,8 Kilometern mit einer Höhe von zwei bis sechs Metern vorgesehen. Die Schallschutzwände werden im südlich verlaufenden Abschnitt auf Leverkusener Stadtgebiet fortgeführt. Außerdem kommt das sogenannte Besonders überwachte Gleis auf einer Strecke von rund drei Kilometern zum Einsatz. Das BüG ist beim Neu- und Ausbau von Schienenstrecken eine Maßnahme, die durch regelmäßige Kontrolle und gegebenenfalls gezieltes Schleifen der Schienen eine anerkannte und dokumentierte Lärmminderung von 3 dB(A) erbringt. 

31 Gebäude im PFA 1.3 haben dem Grunde nach Anspruch auf passiven Schallschutz. Der tatsächliche Anspruch auf passiven Schallschutz und die geeigneten Maßnahmen werden nach einer Gebäudebegehung durch einen Schallgutachter ermittelt. In Teilbereichen der Baulücke ist bereits eine Schallschutzwand vorhanden. Zusätzlich werden 14 Wohneinheiten hinsichtlich des Einsatzes passiver Maßnahmen überprüft. Teilbereiche der Baulücke sind ebenfalls im Lärmsanierungsprogramm des Bundes enthalten.