PFA 3.1: Düsseldorf-Kalkum – Düsseldorf-Angermund

Im Rahmen des Projektes RRX ist geplant, die Strecke zwischen Düsseldorf-Benrath und der Stadtgrenze Düsseldorf/Duisburg durchgängig auf sechs Gleise auszubauen.

Zwischen Köln und Benrath werden der RRX und der Fernverkehr auf einer gemeinsamen Strecke geführt. Zwischen Düsseldorf-Benrath und Duisburg Hauptbahnhof benötigen sie jedoch separate, eigene Gleise, damit der Fernverkehr den RRX überholen kann. Die Züge des Fernverkehrs sind schneller und halten an weniger Stationen als der RRX. Bisher teilen sich Regionalexpress und Fernverkehr die Gleise, wodurch sie sich heute im Verspätungsfall behindern und keine Überholungen möglich sind. Außerdem kann die Strecke keinen zusätzlichen Verkehr mehr aufnehmen, da sie sich an ihrer Kapazitätsgrenze befindet.

Durch den Bau der erweiterten Infrastruktur, kann im Kernkorridor zwischen Köln und Dortmund eine deutlich verbesserte und vor allem zuverlässigere Verkehrsleistung angeboten werden. So kann der RRX nach Ausbau der Infrastruktur in einem 15-Minuten Takt verkehren, ergänzt um weitere Linien des Regionalverkehrs zwischen Düsseldorf und Duisburg.

Geplante Maßnahmen

Der PFA 3.1 beginnt an der Gemarkungsgrenze zwischen Düsseldorf-Kalkum und Düsseldorf-Angermund. Er endet an der Stadtgrenze Düsseldorf/Duisburg.

 Der sechsgleisige Ausbau erfolgt in diesem Abschnitt durch den Neubau zweier Gleise auf der Westseite. Aufgrund des zusätzlichen Platzbedarfs für die zwei neuen Gleise müssen verschiedene Brückenbauwerke entlang der Strecke angepasst werden. Die Straßenüberführungen Überanger, Angermunder Straße und Kalkweg, die die jeweiligen Straßen über die Bahn führen, werden zurückgebaut und mit vergrößerten Abmessungen neu errichtet, um die zwei neuen Gleise unter den Brücken bauen zu können. Gleiches gilt für die Eisenbahnüberführung bzw. Fußgängerunterführung an den Kämpen und den Bahnsteigzugang am Haltepunkt Düsseldorf-Angermund.

 Die Straßenüberführung Angermunder Straße wird auf Verlangen der Landeshauptstadt Düsseldorf aufgeweitet und verbreitert. Dies ermöglicht der Stadt zum einen die Neugestaltung des Verkehrsraumes auf der Brücke und zum anderen den Neubau eines Weges vom Bahnhof zum Neubaugebiet Bilkrather Weg. An der Fußgängerunterführung An den Kämpen wird eine stufenfreie Erschließung mittels Rampen hergestellt. 

 Aufgrund der Ausbaumaßnahmen muss der bestehende Bahnsteig für die S-Bahn in Richtung Westen versetzt neugebaut werden. Die Infrastrukturerweiterung erfordert den Neubau der Personenunterführung. Diese wird aufgeweitet und durch einen Lichtschacht ansprechender gestaltet. Die neuen Abmessungen sind mit der Landeshauptstadt Düsseldorf einvernehmlich abgestimmt.  Darüber hinaus wird der S-Bahnhof Angermund barrierefrei ausgebaut.  

Karte mit den Baumaßnahmen im PFA 3.1
Die Baumaßnahmen im Planfeststellungsabschnitt 3.1 im Überblick (für vergrößerte Darstellung auf Karte klicken)
Schallschutzmaßnahmen

Auf Grundlage der gesetzlichen Vorgaben wird im Rahmen der Genehmigungsplanung eine Schalltechnische Untersuchung durch einen unabhängigen Gutachter erstellt. Hierin werden die erforderlichen Schallschutzmaßnahmen dimensioniert. Die Ergebnisse fließen anschließend in die technische Planung ein.

Gemäß der Schalltechnischen Untersuchung für den PFA 3.1 ist eine Kombination aus aktivem und passivem Schallschutz vorgesehen.

Östlich der bestehenden Bahnanlage wird eine Schallschutzwand mit einer Höhe von 5,00 m (Höhe gemessen ab Schienenoberkante) errichtet. Diese weist eine Länge von rund 1.440 Metern auf.

Westlich der bestehenden Bahnanlage wird ebenfalls eine Schallschutzwand mit einer Höhe von 5,00 m errichtet. Diese weist eine Länge von rund 2.430 m auf.

Bei beiden Schallschutzwänden werden an den jeweiligen Enden Abstufungen der Höhe vorgenommen.

Ergänzend zu den Schallschutzwänden in Außenlage werden in Verlängerung des Bahnsteigs am HP Düsseldorf-Angermund zwei Schallschutzwände in Mittellage zwischen den beiden Gleisen für die S-Bahn errichtet.

Darüber hinaus kommt als aktive Schallschutzmaßnahme des Besonders überwachte Gleis (BüG) bei jeweils beiden Gleisen der Fernbahn und der RRX-Strecke auf auf einer Gesamtlänge von rund 2.515 m zum Einsatz.

Dort, wo aktive Maßnahmen aus technischen, wirtschaftlichen oder auch topografischen Gründen nicht realisiert werden können oder ihre Schutzwirkung nicht ausreicht, um die gesetzlich vorgeschriebenen Immissionsgrenzwerte vollständig einzuhalten, besteht dem Grunde nach Anspruch auf ergänzende passive Schallschutzmaßnahmen.

Die abschließende Entscheidung über die erforderlichen Maßnahmen obliegt dem Eisenbahn-Bundesamt im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens.

Alle Informationen zum Bürgerdialog vom 22. März 2019 finden Sie hier